Kultur

Leerversprechen

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Wenn man auf die Politik die gleichen Kriterien anlegt wie auf ungedeckte Finanzgeschäfte, müsste die Regierung sofort verboten werden:

  • sie verspricht etwas, was sie nicht hält,
  • regiert etwas, was sie nicht kann, und
  • verkauft etwas, das ihr nicht gehört.

Werner Lutz
Quelle: Deutscher Einheit(z)-Textdienst 6-10

 

Grab Manni Demmer

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Blumen am Grab und Schleife »des DKP Bezirks Rheinland«. Tafel: Manfred Demmer ∗ 25.02.1943  † 02.12.2009


 

Kultur in Zeiten der Krise

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Marxistische-Blätter

Marxistische Blätter. Titel 4-09.



Ausgabe: 4-09
Die neoliberalistischen Umgestaltungsbestrebungen hatten von Beginn an den Charakter eines Kulturkampfes. Schon der Wahrnehmung elementarer alltagskultureller Angebote wird den Krisenopfern durch eine Strategie systematischer Einkommensabsenkung ein Riegel vorgeschoben: Nicht nur den Hartz-IV-Empfängern und den „arbeitenden Armen“, auch fast allen Familien mit mehreren Kindern sind aus finanziellen Gründen selbst Kino-, Schwimmbad- und Zoobesuche kaum noch möglich. Für Bildungsausgaben wurden den Hartz-IV-Kindern 2008 zusätzliche 100 Euro (pro Jahr!) bewilligt – die jedoch auf 10 Schuljahre beschränkt sind. Ihnen wird also offiziell zu verstehen gegeben, dass für sie ein Haupt- und Realschulabschluss reichen muss.

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Lob der Dialektik

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Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt
Die Unterdrücker richten sich ein auf zehntausend Jahre
Die Gewalt versichert: So wie es ist, bleibt es.
Keine Stimme ertönt, außer der Stimme der Herrschenden
Und auf den Märkten sagt die Ausbeutung laut: Jetzt beginne ich erst.
Aber von den Unterdrückten sagen viele jetzt:
Was wir wollen, geht niemals.

Wer noch lebt, sage nicht: niemals!
Das Sichere ist nicht sicher
So wie es ist, bleibt es nicht
Wenn die Herrschenden gesprochen haben,
Werden die Beherrschten sprechen.
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen.
Und aus Niemals wird: Heute noch!

Bertolt Brecht

 

Neil Young will nicht mit dem Krieg leben

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Die Wut ist noch da

25. April 1970: US-Präsident Nixon befiehlt die Invasion Kambodschas und weitet damit den mörderischen Krieg der USA gegen Vietnam auf das Nachbarland aus. Es kommt landesweit zu massiven Protesten, auch an der Kent State University in Ohio. Der Bürgermeister erklärt den Ausnahmezustand und setzt die Nationalgarde gegen die protestierenden Studenten ein. Dieser gelingt es tagelang nicht, die Proteste zu unterdrücken. Am 4. Mai eröffnet ein Teil der Truppen das Feuer auf die Studenten, ohne bedroht gewesen zu sein. Vier Studenten sterben im Kugelhagel der Soldaten, weitere neun werden zum Teil schwer verletzt. Dieser Tag geht in die Geschichte als der Tag des Kent State Massacre ein. Aus Protest dagegen treten acht Millionen Studenten in den Streik, es ist der größte Studentenstreik der US-Geschichte. Hunderte Universitäten, Highschools, selbst Grundschulen mussten zeitweise geschlossen werden.

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